Sankt Afra: Meine Erfahrungen und Erlebnisse

In mehreren Artikeln habe ich hier meine Erfahrungen rund um und über das Landesgymnasium Sankt Afra geteilt. Zur Einordnung möchte ich hier noch kurz etwas mehr von meiner Geschichte erzählen.


Mein persönlicher Hintergrund

Ich bin Nick. Im Sommer 2021 habe ich mein Abitur an Afra abgelegt. Zuvor habe ich dort sechs Jahre meiner Jugend verbracht. Damit spielt Afra eine besondere Rolle in meinem Leben.

Da ich aus der Nähe komme, war mir Afra schon immer bekannt. Vor dem Hintergrund, dass ich schon immer ganz ordentliche Noten geschrieben hatte, mir früher im Unterricht oft langweilig war und ich auch eine Klasse übersprungen hatte, wurde Afra also immer wieder zum Thema.

In der sechsten Klasse beworb ich mich dann auf einen Platz an diesem Gymnasium. Eigentlich hatte ich so viel Spaß mit meiner alten Klasse, dass ich meine vorherige Schule nicht unbedingt verlassen wollte. Angesichts der großen Möglichkeiten an Afra nahm ich mir jedoch vor, es einfach mal zu probieren. Gefällt es einem nicht, kann man schließlich auch immer wieder zurückgehen.

Mit 11 Jahren startete somit also meine Afrazeit, die nachfolgend meine gesamte Jugend prägte. Und das im positiven Sinne!

Schulisches

Auf Anhieb gefiel mir der schulische Ansatz: Mehr lernen, tiefgründiger lernen und sinnstiftend kreativ und diskursiv arbeiten.

Durch Afra habe ich neben Englisch sechs Jahre lang Latein und Spanisch lernen können. Im Rahmen der addita habe ich mich mit Kunst und Kultur, Informatik, Geschichte, Raumfahrt, Politik und Philosophie auseinandergesetzt.

Ab Klasse 8 begannen wir mit wissenschaftlichem Arbeiten. Schlussendlich schaue ich damit auf insgesamt acht kleine bis größere Paper zurück. Unter anderem arbeitete ich dabei Zusammenhänge zwischen Philosophie und gesellschaftlicher Entwicklung in der Aufklärung heraus, untersuchte das physikalische Spritzverhalten von Körpern und verglich Nation-Building-Missionen im Irak und Kosovo.

Nebenbei nahm ich an mehreren Wettbewerben teil, insbesondere dem Bundeswettbewerb für Fremdsprachen. In Klasse 9 und 10 besuchte ich zudem Frühstudiumsangebote der TU Dresden.

In der Oberstufe endete das in drei super spannenden Leistungskursen: Mathematik, Spanisch und G/R/W. Zudem verfasste ich eine Besonderen Lernleistung im Bereich Sportökonomie.

Engagement

Nebenbei eröffnete mir Afra zahlreiche Möglichkeiten für interessante Aktivitäten abseits des Akademischen. Über zwei Jahre gab ich Hausaufgabenhilfe in der Stadt Meißen. Ich durfte verschiedene Schülerprojekte wie zum Beispiel die Afra-Liga, die schuleigene Fußballliga, mit organisieren.

Im Bereich der Schülermitverantwortung war ich des Weiteren unter anderem als Haussprecher aktiv. Für mehrere Jahre war ich zudem Teil des Schulrats – einem Gremium aus Schülern und Lehrern, das als Beratungsorgan der Schulleitung dient. Für ein Jahr durfte ich diesen sogar als Präsident leiten.

All das war nicht immer leicht. Es gab Konflikte, es kamen auch mal Organisationsschwieirigkeiten auf. Aber die Erfahrungen, die ich mit jeder dieser Aktivitäten machen durfte, sind im Nachhinein unendlich wertvoll.

Freizeitliches

Auch das Leben im Internat hat mir gefallen. Besonders in der Entwicklung zur Selbständigkeit hat mir das viel geholfen. Heimweh oder ähnliches hatte ich nie. Auch nicht, als ich in Klasse 10 ins Ausland gehen durfte. Auch wenn es nur drei Monate waren, habe ich auch in Kanada super viel gelernt.

Mit vielen meiner ehemaligen Mitbewohner auf Etage und Zimmer sind über die Jahre witzige und einprägsame Erlebnisse zusammengekommen und so Freundschaften entstanden. Dasselbe gilt für einige Lehrer, mit denen ich immer mal wieder super interessante Gespräche und Diskussionen hatte und habe.

Gelerntes

Insgesamt habe ich an Afra schlichtweg unglaublich viel gelernt. Einerseits natürlich auf rein schulischer Ebene. Das ist im Nachhinein definitiv hilfreich, dennoch nicht das Wichtigste.

Entscheidender war das, was darüber hinausging. Komplexität verstehen und damit umzugehen lernen. Offen und so differenziert wie möglich zu denken. Sich selbst in die Richtung zu entwickeln, die man möchte. All das nehme ich aus Afra mit.

Aus diesen Gründen bin ich schlussendlich extrem dankbar, an Afra gelebt und gelernt haben zu dürfen. Jedem, der sich dafür interessiert, empfehle ich, das auch einmal zu probieren. Ich finde: Es lohnt sich!


Weitere Themen zu Sankt Afra und meinen Erfahrungen:


4 Kommentare zu „Sankt Afra: Meine Erfahrungen und Erlebnisse

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